Es ist zu befürchten, dass die Senkung des Budgetdefizits hauptsächlich über Einsparungen bei den Ausgaben und nur zum geringen Teil durch zusätzliche (Steuer)Einnahmen erreicht werden soll. Dies bedeutet aber, dass vor allem jene Leistungen gekürzt werden, die gerade jene Menschen betreffen, die ohnehin bereits am allerwenigsten mit Wohlstand gesegnet sind.
Während sich die Kaufkraft der Klein- und Mittelverdiener/-innen seit 1994 nicht erhöht hat, konnten die reichsten Personen im Lande sogar im Krisenjahr 2009 ihr Vermögen um bis zu sagenhafte 13 Prozent steigern, obwohl Österreichs Wirtschaftsleistung um 3,9 Prozent geschrumpft ist! Es droht eine weitere Verschärfung bereits bestehender Ungerechtigkeiten und ein dramatischer Anstieg der Zahl der in Armut lebenden bzw. armutsgefährdeten Menschen in unserem reichen Land.
Um dem entgegenzuwirken, hat sich in OÖ die „Plattform für Steuergerechtigkeit“ gegründet. Ihr Ziel ist, die jetzt schon bestehenden, himmelschreienden Ungerechtigkeiten aufzuzeigen und zu verhindern, dass sich diese weiter verschlimmern.